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Welterbe: Die Friedenskirche in Schweidnitz ist - jedenfalls auf Fotos - derzeit im Haus Schlesien zu bewundern. FOTO: FRANK HOMANN
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Von Joscha Duhme
KÖNIGSWINTER. „Die beiden Friedenskirchen sind die einzigen schlesischen Stätten, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehören", erklärt Stephan Kaiser. Im Haus Schlesien in Heisterbacherrott präsentiert der Leiter des dort ansässigen Museums für schlesische Landeskunde die neue Foto-Sonderausstellung „Die schlesischen Friedenskirchen in Schweidnitz und Jauer". Auf 28 großformatigen Fotos und vier informativen Schautafeln werden die beiden größten sakralen Fachwerkbauten Europas dargestellt.
Die Wanderausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa, das in Potsdam ansässig ist, gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte der Kirchen; die Mitte des 17. Jahrhunderts im Anschluss an den Westfälischen Frieden: entstanden, dem sie auch ihren Namen verdanken. Die Protestanten wurden nach dein, 30-jährigen Krieg an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Für den Bau ihrer Kirchen erhielten sie zahlreiche Auflagen, so durften diese nur außerhalb von Städten gebaut werden, mussten in Holzbauweise entstehen und 'sollten auch keine Türme haben. Deshalb entwarf der Architekt Albrecht von Säbisch die Kirchen in einfacher und funktionaler Form.
Wie die Fotos des Potsdamers Mathias Marx aus dem Jahre 2004 zeigen; ähneln die Gebäude tatsächlich überdimensionierten Fachwerkhäusern. Trotz der schlichten äußeren Gestaltung ist die barocke Ausstattung im Inneren der Kirchen um so prächtiger. Weil beide Bauwerke mittlerweile dem Weltkulturerbe der Unesco angehören, habe sich der Blick der Öffentlichkeit wieder auf die Kirchen gerichtet, berichtete Kaiser. Im Herbst wird in Jauer ein großes Fest gefeiert, denn dann jährt sich die Grundsteinlegung der Kirche, die 6 000 Gläubigen Platz bietet; zum 350. Mal. Für alle Interessierten, die sich die beeindruckenden Bauten nicht vor Ort anschauen können, zeigt das Haus Schlesien die Fotos noch bis zum 20. November. „Wir möchten unseren Gästen in Jauer ein großes Fest gefeiert, denn dann jährt sich die Grundsteinlegung der Kirche, die 6 000 Gläubigen Platz bietet, zum 350. Mal. Für alle interessierten, die sich die beeindruckenden Bauten nicht vor Ort anschauen können, zeigt das Haus Schlesien die Fotos noch bis zum 20. November. „Wir möchten unseren Gästen dieses besondere architektonische Erbe näher bringen", sagt Kaiser.
Quelle: General-Anzeiger vom 13.07.2005
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