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Ein Wappen der Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks überreicht Fritz-Jürgen Kador (rechts) als Geschenk an Reinhard Blaschke. FOTO: HOLGER HANDT
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KÖNIGSWINTER. „Reinhard Blaschke ist ein Glücksfall für das Haus Schlesien." Mit diesen Worten brachte Fritz-Jürgen Kador, Vorstandsmitglied und Schatzmeister des Vereins Haus Schlesien, seinen Dank zum Ausdruck, den der Verein seinem Präsidenten Reinhard Blaschke schulde. „Die Verdienste, die er sich um unsere gemeinsame Sache gemacht hat, können gar nicht genug gewürdigt werden", so Kador in seiner Laudatio aus Anlass des 70. Geburtstages von Blaschke.
Im April 1999 war Blaschke zum fünften Präsidenten des Vereins Haus Schlesien gewählt worden und hatte in den darauffolgenden Jahren schwere Aufgaben zu bewältigen. Nach der Umsetzung von Brandschutzauflagen geriet der Verein in eine solche finanzielle Schieflage, dass im Frühjahr 2002 eine Insolvenz drohte. Nur durch Blaschkes Engagement und die große Spendenbereitschaft der rund 2000 Vereinsmitglieder konnte die Krise überwunden werden. „Ohne den Einsatz von Herrn Blaschke gäbe es Haus Schlesien heute nicht mehr. Dieses Happy End ist allein seiner Regieleistung zu verdanken, obwohl er nicht nur Regisseur, sondern auch Akteur war", unterstrich Kador.
Blaschke zog ein positives Resümee seiner Arbeit für den Verein: „Man braucht eine große Heimatverbundenheit zu Land, Leuten und Kultur. Dennoch sollte man nicht übersehen, dass das Haus Schlesien ein dynamisches Wirtschaftsunternehmen ist." 1946 erlebte Blaschke als Zwölfjähriger wie viele seiner Landsleute Vertreibung aus seiner Heimat Jauer in Niederschlesien. Er zog mit seiner Mutter und weiteren Familienangehörigen nach Neuss, der Vater sollte erst zehn Jahre später aus der französischen Kriegsgefangenschaft zurückkehren. 1960 gründete er eine Firma für Elektrotechnik, drei Jahre später heiratete er seine Frau Annamaria, mit der er zwei Söhne hat. 1972 kehrte er zum ersten Mal nach der Vertreibung in seine Heimat zurück, heute ist er Ehrenbürger der Stadt Jauer. Deren Landrat Jan Jaroschinsky befand sich auch unter den rund 170 Gratulanten, zu denen auch die stellvertretende Landrätin Uta Gräfin von Strachwitz, der Bundestagsabgeordnete Uwe Göllner und Altbürgermeister Herbert Krämer zählten. .Nachwuchssorgen macht sich Blaschke nicht: „Die Jugend interessiert sich für uns. Wir sind ein Kulturverein und nicht politisch orientiert." bcn
Quelle: General-Anzeiger vom 21.09.2004
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