Archiv 2003

“... und Eichendorff kam bis Heisterbacherrott”
Gedenkstein zu Ehren des Romantikers vor Haus Schlesien erreichtet.

Königswlnter-(fu)  Schweren Besuch im wahrsten Sinne des Wortes erhielt das Haus Schlesien aus dem Badischen: Vor der linken Haushälfte ,,Glatz" wurde ein etwa 1,50 Meter großer Gedenkstein zu Ehren des Dichters Joseph Freiherr von Eichendorff errichtet. Neben der Büste des großen deutschen Dramatikers und Literaturnobelpreisträgers Gerhart Hauptmann ehre das Haus Schlesien nunmehr mit dem Romantiker Eichendorff einen weiteren Repräsentanten der großen Schlesierfamilie, sagte Reinhard Blaschke, Präsident des Kultur- und Bildungszentrum Haus Schlesien anlässlich der Aufstellung des Gedenksteines. Das Denkmal besteht aus einem behauenen Naturstein mit einem Bronzerelief des Porträts von Eichendorff. Des Weiteren befinden sich das Geburts- und Sterbejahr (1788-1857) des im oberschlesischen Lubowitz bei Ratibor geborenen Dichters auf der Tafel.
   Um die dauerhafte Standfestigkeit des 1,5 Tonnen schweren Steins zu gewährleisten, musste vor der Aufstellung ein frostsicheres, großes Fundament erstellt werden. Ursprünglich habe sich der Stein im Besitz eines im Badischen wohnenden Schlesiers befinden, so Petra Meßbacher, Geschäftsführerin von Haus Schlesien. Aus dessen Nachlass sei das Exponat in den Besitz der Landsmannschaft Schlesien übergegangen. Diese wiederum habe beschlossen, den Stein dem Haus Schlesien in Heisterbacherrott als Dauerleihgabe zu überlassen. Bisher sei das Stück, so Meßbacher weiter, jahrelang in einem zu einem musealen Ausstellungsbereich umfunktionierten stillgelegten Eisenerz-Bergwerkstollen im badischen Wiesloch aufbewahrt worden.

Quelle: Extra-Blatt vom 3.9.2003