Archiv 2003

Orientalische und “faule” Krippen im Haus Schlesien
WEIHNACHTEN
26 Exemplare sind zu bewundern. Die heilige Familie sitzt in einem Krug

HEISTERBACHERROTT. Pünktlich zur Adventszeit werden in der ganzen Region an zahlreichen Orten Krippen aufgebaut. Wer nicht alle diese Orte besuchen, aber dennoch viele Krippen sehen möchte, ist im Haus Schlesien in Heisterbacherrott richtig.
Dort wurde am Sonntag die zehnte Krippenausstellung eröffnet, die gleich 26 Exemplare zeigt. Die Kunstwerke wurden von schlesischen Krippenbauern angefertigt oder zumindest nach schlesischer Tradition gebaut. So lassen sich die unterschiedlichsten Arten von Krippen bewundern. Kleinere Werke sind die traditionellen Nuss- und Krugkrippen. Dort wurden die Figuren nicht in einem Haus, sondern eben in einem Krug oder einer Kokosnuss platziert. Die ältesten Krippen, die die Ausstellung zeigt, sind mehr als 100 Jahre alt, sie stammen aus der Zeit um 1900. Unter diesen alten Kostbarkeiten befindet sich auch eine Wandkastenkrippe. ,,Sie wurden faule Krippen genannt", erklärt Siegmut Seeger, Mitarbeiterin im Haus Schlesien. Dieser Name rühre daher, dass man die Objekte das Jahr über im Keller stehen haben konnte und sie am Heiligen Abend einfach an die Wand hängte, ohne die Figuren von Christkind, Maria und Josef aufstellen zu müssen.
Zudem sind in der Ausstellung orientalische, geklöppelte, getöpferte, geschnitzte, gesägte und viele weitere Krippen zu bewundern. Die Ausstellung wird im Haus Schlesien bis zum 11. Januar gezeigt.  Ian

Geöffnet ist der Saal dienstags bis samstags zwischen 10 und 12 sowie zwischen 13 und 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Am zweiten Weihnachtsfeiertag und an Neujahr können die 26 Kunstwerke nur von 14 bis 18 Uhr begutachtet werden. Montags, an Heiligabend, am ersten Weihnachtsfeiertag und an Silvester bleibt die Ausstellung geschlossen.

Quelle: General-Anzeiger vom 2.12.2003

  Information zur Krippenausstellung