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HEISTERBACHERROTT. Mit den Produkten kleinerer schlesischer Porzellanfabriken setzt sich die neue Sonderausstellung im Haus Schlesien in Heisterbacherrott auseinander. „Vielseitigkeit ist Trumpf" heißt der Titel der Schau, in deren Mittelpunkt die Striegauer Porzellanfabrik steht. Trotz unmittelbarer Nähe zu großen Fabriken arbeitete sie von 1873 bis 1933 mit großem Erfolg. Qualitätvolles wie Tafelporzellan, Kaffee- oder Teeservice kennzeichnen ihr Spektrum. Die Fabrik wurde - ebenso wie viele andere, ähnliche Betriebe - ein Opfer der Weltwirtschaftskrise. Im „Museum für schlesische Landeskunde“ sind nun ausgewählte Stücke zu sehen aus der Striegauer Fabrik, aus Freiwaldau oder aus Nieder-Salzbrunn. Gezeigt werden die alltäglich eingesetzten Produkte der damaligen Zeit, aber auch Luxusporzellan wie Zierschalen oder Vasen. Die Bandbreite des Designs ist ebenfalls groß: vertreten sind Rokoko, Empire und viele andere Richtungen. In Zusammenarbeit mit Privatsammlern hat das Museum eine nach eigenen Angaben in Deutschland bislang einmalige Ausstellung zusammengetragen. Ein bedeutender Sammler und Unterstützer der Ausstellung ist Gerhard Schmidt-Stein, der auch den Einführungsvortrag am Sonntagnachmittag hielt. Er referierte über die Eigenheiten der jeweiligen Fabriken, auf die auch in der Ausstellung eingegangen wird. Die Porzellanfabrik Josef Schachtel aus Sophienau beispielsweise produzierte elektrotechnisches und Hochspannungsporzellan. Oft handelt es sich bei den Porzellanen von den kleinen schlesischen Herstellern um gesuchte Raritäten, wie Museumsdirektor Stephan Kaiser erläuterte. fat
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